Bernsteinkette
Beschreibung des Kunstwerks
Der schwierige Kontakt zwischen weit entfernten Liebenden war immer schon ein Thema, vor allem in Liedern und Gedichten, doch auch in Bildern. In diesem Gemälde schenkt der männliche Part der fernen Geliebten eine Bernsteinkette aus 50 Steinen. Aus einem schaut ein Käfer aus millionenalten Augen zu ihr hoch. Ihr scheint, als betrachte der Geliebte sie von fern mit diesen Augen. Die Story spielt offenbar in einer nicht nur skypelosen, sondern sogar postlosen Zeit.
„Bernsteinkette“ vereint Poesie und Malerei zu einer harmonischen Komposition. Das gerahmte Bild ist originale Kunst und ein handgemaltes Unikat. Es beeindruckt durch seine detailreiche Maltechnik, Farbgestaltung und surrealer Bedeutung.
Romantisches Motiv der fernen Geliebten
Das Gemälde „Bernsteinkette“ zeigt diese als Geschenk an die ferne Geliebte. Die Story beschreibt, was man auf dem Gemälde nicht sieht: Ein Stein der Kette birgt einen urzeitlichen Käfer mit großen Augen. Ihr scheint, ihr Geliebter schaue sie aus der Ferne mit den Käferaugen an. Und so versucht auch sie, sich in diese Augen zu versenken, in der Hoffnung, daß auch sie den Geliebten darin sehe. Und in der Tat sehen sie sich, vielleicht nicht im Sinne realer Optik, so doch mit den inneren Augen von Liebenden. Die uralte Bernsteinperle stellt eine surreale, symbolische Verbindung her: zwischen den Liebenden und zwischen fernster Vergangenheit und der Gegenwart.
Symbole
Die Wortwahl des Gedichts – „skypelose Zeit“, „surrealer Zauber“ und „vorzeitliche Augen“ – erzeugt eine traumhafte Stimmung. Sie verleiht dem materiellen Objekt der Kette eine immaterielle, symbolische Bedeutung: Diese steht nicht nur für Liebe, sondern auch für die Vergänglichkeit und die gleichzeitige Beständigkeit von Erinnerungen. Aber auch für sinnliche Kontakte des Sehens und Berührens über Distanzen und Zeiten hinweg. Darin besteht auch die innere Beziehung zu den Gemälden Versinken im Bild und Gilgamesch
Die Symbolik der Kette – als Erinnerung und Gefühl – wird durch die Bildkomposition verstärkt. Die Frau ist in ein langes, fließendes Gewand gehüllt, ihr Gesicht ist nur teilweise sichtbar. Die Verhüllung der Figur unterstreicht die Intimität der Szene beim Versinken in die Augen des kleinen Käfers, der selbst aber unsichtbar bleibt.
Stil und Individualität
Es ist ein Gemälde in Acryl einer Frau in abstrakter Stilisierung. Die verwendeten Oxydkonzentrate sind in warmen Erdtönen wie Braun, Grün und Beige gehalten. Beide spiegeln sich farbenfroh in dem fließenden Gewand der Frau wider. Die Oberflächenstruktur des Gemäldes wirkt fast marmoriert und verleiht dem Bild eine zusätzliche Tiefe. Sie erinnert an verwittertes Laub oder organische Materialien, was dem Bild eine natürliche und zugleich surreale Anmutung verleiht. Gemälde sollen auch als abstrakte gefallen, also beim Ignorieren des Sujets allein schon durch die Struktur und Farbigkeit. Dafür scheint dies Bild exemplarisch.
Der Stil des Bildes hat eine Nähe zum Expressionismus. Das Wandbild ist sowohl in der Struktur als auch in der Findung des Sujets exemplarisch für die Methodik und den Stil des Malers. Er vereint auch Elemente des Realismus, der Abstraktion und der Strukturkunst, wodurch das Bild sowohl figürlich als auch strukturell anspricht. Der Stil ist so ein würdiger Vertreter der neuzeitlichen abstrakten Kunst.
Ein Fehlgriff bei der Themenfindung verdirbt auch den Wert als Strukturbild. Gelingt sie aber, ist sie ein Mehrwert für das Bild. Denn ein Sujet macht es individuell und zieht es aus der Anonymität abstrakter Bilder.
Komposition und Ambiente
Es gibt 3 Flächen: eine monochrome in rot, eine texturlose in blau und dazwischen die Strukturfläche in oliv mit hellen Inseln. Die beiden Flächen mit Struktur wurden mit der gelenkten Verlaufstechnik erzeugt. Das farbige Zusammenspiel und die Übergänge sind attraktiv und wie zufällig gewachsen. Das Thema wurde dann meditativ ersonnen, minimalinvasiv umgesetzt und als Story getextet. Die mittlere Fläche wurde zum Gewand der sinnlichen Frau.
Der naheliegende Gedanke, den gesamten abstrakten Hintergrund farbig in fast homogenem Blau zu malen, wurde zunächst realisiert. Er wurde aber wegen zu geringer struktureller und farbiger Komplexität des Bildes verworfen und die rote Fläche hinzugefügt. Und dies mit einer für monochrome Bilder typischen Struktur.
Das farbenfrohe Kunstbild ist dekorativ in einem guten Sinne und in dezenter Weise repräsentativ. Das leuchtende Rot und der Hintergrund einer olivfarbenen Struktur, bilden eine dekorativ effektive Farbkombination, die auch in größerem Abstand reizvoll ist.
Als visuelles Highlight würde es sich gut in die Umgebungen der Wohnung einfügen, sei es das Wohnzimmer, Schlafzimmer Flur oder Büro. Das senkrechte Format unterstreicht die Eleganz des Kunstbildes. Dies lässt es besonders in schmaleren Wandstreifen wirkungsvoll zur Geltung kommen. Auch als besonderes Geschenk, zum Beispiel an eine nahe oder ferne Geliebte, würde sich das Bild gut eignen.
Werkdaten
| Kunstwerk: | Bernsteinkette |
|---|---|
| Nummer: | 178 |
| Künstler: | Ulrich Perret |
| Motiv: | Stilisiertes Frauengemälde |
| Stil: | Expressionismus, Surrealismus, Romantik, moderne Malerei |
| Motivfarbe: | strukturiertes olive |
| Hintergrundfarbe: | blau, rot |
| Maltechnik: | Technik gelenkter Farbverläufe, Näheres: Maltechnik |
| Malfarben: | Oxydkonzentrate, Acrylfarben und diverse Pigmente |
| Aufbau: | Platte einseitig bemalt |
| Material: | 4 mm Holzplatte |
| Rahmen: | rückseitiger Holzrahmen |
| Format: | Senkrechtes Format, Größe 35 x 83 cm |
| Jahr: | 2020 |
| Art: | Original handgemalt |
| Zertifikat: | Signiertes Unikat mit Echtheitszertifikat |
| Unikat Preis: | 1.300 € |
| Druck Preis: | Druckkosten auf Anfrage, je nach Größe und Material wie Leinwand oder Alu Dibond |
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Story / Poem
Ulrich PerretSurrealer Zauber
Der fernen Geliebten schenkte er eine Bernsteinkette aus 50 Steinen. Aus einem schaut ein Käfer aus millionenalten Augen zu ihr hoch.
Ihr scheint, als schaue der Geliebte sie von fern mit diesen vorzeitlichen Augen an. Ein Motiv von surrealem Zauber aus einer skypelosen Zeit.