La Capella

Beschreibung des Kunstwerks

Gemälde einer stilisierten Kapelle: Manchmal ersehnt man einen Ort, der sich nicht wandelt. Kapellen sind meist schlicht. Das ist Teil ihres Zaubers - und auch des Bildes. Formal ist „La Capella“ ein Kunstbild mit geometrischen Formen und zarten, hellen Farben. Doch es ist auch die Darstellung eines Ortes, nach dessen Unwandelbarkeit man sich in der Hektik des Lebens sehnt, einem Ort der inneren Einkehr. Schlichtheit ist Teil ihres Zaubers. Das Kunstbild ist eine Hommage an das Bleibende und an die Erinnerungen, die sich in den Mauern eines Gebäudes zu verankern scheinen, während sich das Leben ringsum immer schneller wandelt. An ihm „vorbei rauscht des Lebens lebendiger Strom“, um einen Satz Hölderlins zu zitieren. Das Bild verbindet architektonische Strenge und malerischer Freiheit, strahlt Ruhe, Dauer und spirituelle Tiefe aus. So wie der Ort, den es darstellt. Zu ihm gehört aber auch seine Abgelegenheit, Einsamkeit und Leere, so als warte er allein auf Dich. Die Kapelle will Dich nicht beeindrucken oder einschüchtern durch Größe und Prunk. Sie lädt Dich nur ein für einen Moment der Stille.

Die ideale Kapelle steht an einem etwas exponierten, doch abgelegenen Ort. Dann empfindest Du den Besuch als ein Zwiegespräch allein mit ihr als einem einsamen Solitär. Sie ist dadurch ein Ort, der dem Vergessenen die Ruhe gibt, zurückzukehren und dem Leben die Zeit gibt, sich zu reflektieren. Die Kapelle wird so zu einer Schnittstelle zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie wird damit zu einem beispielhaften Ausdruck von Kunst, die persönliches Erleben mit zeitloser Symbolik verbindet.

Die geometrische Komposition

Einerseits betonen die klaren, flächigen, geometrischen Formen die architektonische Struktur der Kapelle. Stellt die Fassade einer schlichten, klassischen Kapelle, schmal und hochkant dar. Ihre Architektur besteht aus einem dreieckigen Giebel, einer rechteckigen Tür mit weißem Steinrahmen sowie einem kleines rundes Fenster, dem „Okulus“. Diese streng symmetrische, aufrechte Anordnung verleiht dem Bauwerk eine zeitlose Klarheit und Eleganz.

Die Wände der Kapelle wirken dagegen verwittert, als hätten Zeit und Witterung ihre Spuren hinterlassen. Diese lebendige Patina erweckt den Eindruck, als blicke man auf eine Wand, die Spuren vieler Jahre trägt und dennoch ihre Würde bewahrt hat. Die Wirkung der Kapelle beruht wesentlich auf der zeitlosen Schönheit genau dieser architektonischen Formen und ihrer tausendjährigen Tradition. Bei anderen Formen bleibt die empfundene Wirkung dahinter zurück. Es genügt der Verweis auf dies überwiegende Empfinden. Es bedarf keiner Begründung durch eine Art theoretischer Harmonielehre für Stilformen, die derlei doch nicht zu leisten vermöchte.

Materialität der Wände

Das Gemälde bewegt sich zwischen der geometrischen Architekturzeichnung und der Materialität der Wände. Die expressive Farbgestaltung lockert die Strenge des Gebäudes auf. Es ist eine Verbindung von formaler Präzision und organischer Unregelmäßigkeit, von Geometrie und Zufälligkeit und ist Quelle der modernen Ausdruckskraft. Die Komposition folgt einem minimalistischen, minimal intervenierenden Stil: Die organische Struktur der Flächen zwischen den gerade Linien stellt abblätternden Putz dar und definiert die Materialität. Diese Gegenüberstellung verstärkt die Spannung zwischen Ordnung und Chaos als Kontrapunkte. Sie unterstreicht gleichzeitig die spirituelle Ruhe, die eine Kapelle vermitteln soll. Die Farbpalette des abblätternden Putzes der Kapelle besteht aus warmen, sanften Erdtönen wie Beige, Ocker, Gelbtönen, Grün und Rottönen in einer unregelmäßiger Struktur. Der Hintergrund ist in einer lockeren Struktur im Weiß-Grün-Ton gehalten, die zarte Kontraste setzt.

Verwendung des Gemäldes

Das Gemälde entfaltet seine Wirkung besonders in Räumen, die zur atmosphärischen Aura des Bildes passen – etwa im Wohnzimmer, Schlafzimmer, in einer Diele oder als besonderes Highlight im Eingangsbereich. Es bedarf nicht der Gläubigkeit, um die Aura der Kapelle spüren und goutieren zu können. Es eignet sich hervorragend als Teil einer stilvollen Sammlung von Wandbildern, aber auch als alleinstehendes Werk. Besonders durch sein helles, zurückhaltendes Farbspektrum passt es ideal zu Holz- oder Naturmaterialien und modernen Einrichtungsstilen. Seine ruhige und zugleich vielschichtige Präsenz macht es auch zu einem bedeutungsvollen Geschenk zu Weihnachten oder zu anderen besonderen Anlässen wie Hochzeit oder Geburt. Denn es ist ein Werk, das dekorativen Appeal, Beständigkeit, Modernität und eine stille, aber kraftvolle Aussage vereint. Es wäre daher auch eine gute Geschenkidee für jemanden, der für die Aura dieses Bildes empfänglich ist.

Werkdaten

Kunstwerk:La Capella
Nummer:231
Künstler:Ulrich Perret
Motiv:Portrait zwei Personen
Stil:Strukturmalerei, Symbolismus, geometrische Malerei, figurales Design
Motivfarbe:Sanfte Erdtönen wie Beige, Ocker, Grün Gelbtöne und Rot
Hintergrundfarbe:Lockere Struktur im Weiß-Grün-Ton (zart und transparent)
Maltechnik:Technik gelenkter Farbverläufe, Näheres: Maltechnik, etwas verwandt zur Fluid-Technik
Malfarben:Acrylfarben, Oxydkonzentrate
Aufbau:Platte einseitig bemalt
Material:Kunstgemälde auf 4 mm Holzplatte
Rahmen:Wandbild mit Rahmen aus Holz auf Rückseite
Format:Hochkant, rechteckig, Größe 56 x 91 cm
Jahr:2020
Art:Original handgemalt
Zertifikat: Signiertes Unikat mit Echtheitszertifikat
Unikat Preis:1.400 €
Druck Preis:Druckkosten auf Anfrage, je nach Größe und Material wie Leinwand oder Alu Dibond

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  • als hochwertigen Kunstdruck: gedruckt auf Leinwand oder Alu-Dibond.


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La Capella
La Capella Nr. 231 Größe 56 x 91 cm

Story / Poem

Ort, der sich nicht wandelt

Manchmal ersehnt man einen Ort, der sich nicht wandelt. Vergeßnes kehrt zurück. Nirgends bin ich mir so nah, obwohl Capella doch gebaut, um einem andern nah zu sein.

Zu Fragen, die man trägt, und wie das Leben weitergeht. Antworten, die dort wie im Schlafe wachsen, sie geben Kunde Dir, wenn sie erwachen.