Akt von Clara Zoth
Beschreibung des Kunstwerks
Ein Akt, nicht zu schön, nicht zu unschön und gerade dadurch eindrucksvoll. Das Bild ist die Rückseite von Bild Bei der Heilerin. Ein Käufer würde beide erwerben und könnte sie nach Gefallen von Zeit zu Zeit wenden. Denn auch Clara, wie die Nackte heißt, würde es verdienen, gezeigt zu werden. Besonders passend ist das Bilderpaar für Räume, die Kunst mit wechselnden Bildern als Gestaltungselement integrieren möchten. In einem mit Holzmöbeln stilvoll eingerichteten Homeoffice oder Schlafzimmer wirkt das Wandbild vor einer dunkel gestrichenen Wand besonders edel. Die Story thematisiert den „mittelschönen Akt“ als eine Gratwanderung zwischen Kunst und Kitsch in der Kunst der Gegenwart. Sie verweist darauf, dass ein Aktbild nicht zu schön und idealisiert sein sollte, um nicht ins Banale oder Klischeehafte abzudriften.
Zur Abwechslung mal ein Akt
Das Motiv von Aktbilder ist dem Maler bislang eher fremd. Zwar gibt es gemalte Engel in manchen seiner Bilder. Und es gibt den unbehosten Exhibitionisten Der Exhibitionist, der dem Idealbild eines Aktes nicht so ganz entspricht. Auch bei einem zweiten Akt liegt der Fokus auf der Lächerlichkeit, wie es für männliche Akte ja auch geboten ist. Diese Ausrichtung hätte für weibliche Akte den Beigeschmack einer Herabsetzung der Weiblichkeit als solcher.
Ein richtig schöner Akt aber sollte, so meint der Maler, in Öl gemalt sein und den Qualitätsansprüchen der klassischen Ölmalerei genügen. Sonst gerät er in die Nähe von Erotik-Kunst, also der Rotlichtviertel-Malerei. Dann gibt es noch die Möglichkeit abstrakter Akte, die aber üblicherweise den Charakter mißratener Piktogramme haben.
Unsere Clara - wie die Nackte heißt - zeigt als möglichen Ausweg sich als mittelschönen Akt. Doch das Gesicht, es ist nicht ganz so, wie man es von Akten kennt und wie es auch der Maler erst nicht wollte. Doch schließlich ließ er es, so wie es ist, eben weil zu schön ein Akt nicht sei.
Das Bild und Methode
Es wurde eine Folie geschnitten und mit ihr getrennt die Struktur-Oberflächen von Körper und Hintergrund mit der Verlaufstechnik erzeugt. Das Aktgemälde hat etwas von klassischer Malerei, weil die Frau strahlend hell, doch mit Schattierungen aus einem dunklen Hintergrund taucht. Dieser ist schwarz-blau und geht unmerklich in den riesenhaften schwarzen Krauskopf über. Gut gelungen sind die Schattierungen des Körpers, weil sie Teile der Struktur sind, die nur wenig per Pinsel verändert wurden.
Die Strukturen von Figur und Hintergrund wurden getrennt mit der Verlaufstechnik erzeugt. Die zufälligen dunklen Flecken auf dem Körper erscheinen so als die von einer unregelmäßigen Beleuchtung erzeugten Schatten. Sie wurden dann per Pinsel minimalinvasiv den Körperformen angepaßt. So werden zur Stilisierung Umwege gegangen, nur um die Verwendung von Pinseln zu minimieren. Das mag Außenstehenden künstlich erscheinen, ist aber der Kern der Stilisierung, wie sie der Maler durchführt.
Stilisierung
Das im Profil gezeigte langnasige Gesicht ist weniger weiblich als bei Akten üblich. Den Maler könnte sich trösten mit der Feststellung, daß sich die Modernität eines Werkes auch am Grad der Abweichung vom Üblichen messe. Also mit einem für moderne Kunst typischen Euphemismus. Das Werk strahlt eine Mischung aus Zartheit und Kraft aus. Der Fokus liegt auf der natürlichen Schönheit des menschlichen Körpers, ohne Perfektheit anzustreben. Damit folgt das Bild der Ästhetik, die bereits im begleitenden Gedicht angedeutet wurde. Es bleibt sinnlich, ohne plump zu wirken – auch etwas sexy, ohne platt zu sein. Das Kunstwerk weist eine starke impressionistische und zugleich expressionistische Prägung auf. Es orientiert sich auch an der Tradition von Egon Schiele, jedoch ohne dessen oft extreme Verzerrungen zu übernehmen.
Außer der Manipulation von Schattierungen bieten Akte ohnehin wenig Möglichkeiten zur Stilisierung. Denn die Verzerrung der Körperformen führt zu ungeliebten Mißgestalten. Kleidungen bieten wesentlich mehr Möglichkeiten, die Stilisierung ganz durchzuziehen. Das ist für den Maler der Grund, Akte als Thema zu vermeiden.
Werkdaten
| Kunstwerk: | Akt von Clara Zoth |
|---|---|
| Nummer: | -82 |
| Künstler: | Ulrich Perret |
| Motiv: | Weiblicher Akt, figürliches Gemälde, Frauenakt |
| Stil: | Aktmalerei mit expressiver Stilisierung, moderner Akt |
| Motivfarbe: | hautfarben |
| Hintergrundfarbe: | texturiertes blau-grün |
| Maltechnik: | Handgemaltes Original in eigener Technik. Mehr zur Maltechnik |
| Malfarben: | Acrylfarben, Oxydkonzentrate |
| Aufbau: | Rückseite, Hauptbild Bei der Heilerin ist auf anderer Seite |
| Material: | auf 4 mm Holzplatte |
| Rahmen: | 2-seitiger Rahmen |
| Format: | Großes Hochformat Aktgemälde, Größe 80 x 121 cm |
| Jahr: | 2017 |
| Art: | Original handgemalt |
| Zertifikat: | Unikat mit Echtheitszertifikat, Signatur wird noch erstellt |
| Unikat Preis: | 2.300 € |
| Druck Preis: | Druckkosten auf Anfrage, je nach Größe und Material wie Leinwand oder Alu Dibond |
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Story / Poem
Ulrich PerretDer mittelschöner Akt
Um beim Gemälde dem Verdacht auf Kunst-Kitsch zu entgehen, soll ein Akt zu schön nicht sein. Das hat Schiele wohl erkannt. Doch wer will schon eine Missgestalt täglich sehen an der Wand?
Dann eher doch solch einen mittelschöner Akt, der aus dem Dunkel sich erhebt.