Das Bild einer Idee

Auf dem zentralen Platz da stünde aus vielen Steinbruchquadern eine mächtige, gebogne Mauer, teils zugewachsen mit gestuften Toren, dahinter Räumen, von einem Hain verschattet, fast verborgen, sodaß nur die Mauer optisch dominiert. Das war eine der Ideen. So kam's zwar nicht. Doch hat die Initiative es erreicht, daß frei der Platz nun blieb, - auch einer unserer Vorschläge - statt so bebaut, so scheußlich, wie's der Stadt und Architekten schon beschloßner Plan. 96% der Stimmen warn unser in der Wahl. Sowas sollte öfter noch geschehen. Denn läßt man walten jenes Pack, aus dem Baugremien meist bestehen, so ist kein Ort zu exponiert, um ihn mit ihrem Schmutz zu zieren. Lange hülln sie sich in Schweigen um dann zu künden, nun sei's zu spät, noch was zu ändern.

Drum hatt ich damals immer wieder öffentlich gefordert, man solle in den Juries die Architekten ersetzen durch eine Zufallsauswahl von Passanten, da dies das kleinre Übel wär. Denn Feind der Wahrheit ist zwar auch mangelnde Kompetenz, doch mehr noch sind es die Interessen Einzelner, von Gruppen und Verbänden. Groß war die Wut beim Verband der Architekten über diese Diskussion. Die Jugend aber fand sie cool. Doch auch heute noch halt ich die Idee in ihrem Kern für richtig. Diese Seite soll auch gedenken an Michael von Poser, den Gründer dieser Initiative, ein Geist von seltner Brillianz und viel zu jung gestorben.

Bild

Hier ging es mir darum, eine wahre Story zu erzählen, von einem Kampf mit gutem Ende. Um den Verkauf des alten Bildes auf einer allzu schweren, damals ausgestellten Holzplatte, darum geht's mir nicht. Ihr Zustand ist für den Verkauf zudem zu schlecht. Wenn jemand trotzdem es unbedingt erwerben möchte, würde mich das freuen. Ich würd es dann verbessern. Über den Preis läßt sich reden.

Das Bild einer Idee
Nr. 246 Größe 151 x 109 cm
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