Der Seehund

Der Seehund, im Bilde freundlich wie ein liebes Kind, gebettet in die Tröpfchenwolken die in gebrochnem Lichte glänzt. Eigentlich müßt jedem er gefallen. Das tut er auch, außer freilich Sachverständigen für moderne Kunst, um diese diesmal höflich zu benennen. Zu diesem Bilde ausnahmsweise etwas mehr zur Technik: Denn so ganz einfach ist es garnicht, eine Tröpfchenwolke zu erzeugen, wo sich Tröpfchen und deren Wölkchen im Ort, in Größe, Form und Helligkeit teils zufallsgelenkt verteilen.

Man schneidet oder reißt Papier, um gezielt Flächen abzudecken, praktiziert 'Spritzen' und 'Klecksen' in manch verschiednen Weisen und man verwendet viele Schnipsel. Unter ihnen trocknet Farbe langsam und wird weggespült zur rechten Zeit, wenn sie nur dort noch feucht ist. Pinseln tut man erst am Ende und das 'minimalinvasiv'. Am Ende freut man sich der Kunst, wenn der Ausdruck dann gefällt. Bei diesem Gemälde war es so. Wenn es auch Euch gefällt, so gebt mir likend Kund.

Der Seehund
Nr. 136 Größe 36 x 74 cm
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