Madame Bovary

Beschreibung des Kunstwerks

Das nostalgische Kunstbild „Madame Bovary“ ist ein Beispiel des wenig invasiven, eleganten Malens, das von der Idee und der Struktur lebt. Die poetische Kurzgeschichte „Tiefer Wind der Wehmut“ wird kombiniert mit einem ausdrucksstarken Frauenportrait. Die Verbindung von Text und Bild erzeugt eine melancholische, nostalgische Stimmung. Sie erinnert an die Atmosphäre des berühmten Romans „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert. Das Kunstwerk ist eine künstlerische Reflexion über Erinnerung, Sehnsucht und die vergängliche Natur der Leidenschaft. Zugleich kommt als negative Komponente ein chronisch beleidigter Selbstbezug zum Ausdruck, der die Romanfigur kennzeichnet. Dies ist aber auch ein Moment der charakterlichen Vielschichtigkeit, die den Reiz des Romans ausmacht.

Sinnlichkeit und Melancholie der Story

Die poetische Erzählung „Stiller Wind der Wehmut“ schildert die Erinnerungen einer Frau an ein leidenschaftliches Liebesspiel in einer zugehängten Kutsche bei der Fahrt durch die Gassen der Stadt. Sie durchlebt die Emotionen von damals erneut – zwischen Wehmut, Wehleidigkeit und einer leisen Melancholie. Die „zugehängte Kutsche“ symbolisiert die heimliche, sinnliche Natur der Begegnung, während der „tiefe Wind der Wehmut“ für die unausweichliche Vergänglichkeit des Moments steht.

Die schöne Protagonistin steht im Roman für eine fast grundsätzliche wehleidige Unzufriedenheit mit dem wirklichen Leben und für das Streben nach etwas real Unerreichbarem. Der zu zentrale Bezug auf die eigene Person macht sie blind gegenüber Anderen und der Realität insgesamt. Der Ruf des Buches, ein früher feministischer Roman zu sein, ist angesichts dieser Charakterzüge nur eingeschränkt richtig. Der Eindruck einer gewissen leidenden Leere kommt auch in dem Gemälde zum Ausdruck. Da aber der Titel nicht vorbestimmt war, war die Abfolge umgekehrt so, daß sich dieser Ausdruck ergab und der Maler deshalb die Figur so benannte. Es sollte auch thematisch ein kleines Fenster in eine andere Zeit geöffnet werden.

Das sanfte, abstrakte Frauenportrait

Das Bild hat ein fast quadratisches Format. Es ist ein impressionistisch-abstraktes Frauenportrait der geschilderten Art von Weiblichkeit. Es spiegelt zugleich - auch durch die sehr abstrakt angedeutete Kleidung - den Geist seiner Epoche und erinnert im Ausdruck an Henri de Toulouse-Lautrec.

Die Komposition nutzt warme, erdige Farbtöne wie Braun, Grün, Blau und sanftes Gelb, die ineinander verlaufen und eine organische, fast natürliche Textur erzeugen. Das Gesicht der Titelfigur ist nur angedeutet – mit vagen, sanften Konturen und schemenhaften Augen und Lippen. Die extrem reduzierte Darstellung durch ganz wenige Linien war maltechnisch eine Folge der bewußt minimalinvasiven Intervention innerhalb der attraktiven Struktur. Letztere war zuvor mit der Methode der gelenkten Farbverläufe noch ohne Blick auf das Thema erzeugt worden. Sie verleiht dem Bild eine mysteriöse, fast traumhafte Wirkung und durch den Minimalismus der genannten Art eine besondere Eleganz.

Die Interpretation des Gemäldes ist nur leicht angedeutet und somit nicht zwingend, jedoch plausibel nachempfindbar. Der Eindruck der Absichtslosigkeit ist selbst Absicht und gehört zum Stil des Malers. Die fließenden Farben und die experimentellen Techniken erinnern an Aquarell- oder Enkaustik-Malerei und verleihen dem Werk eine poetische Tiefe in einer dezenten und unaufdringlichen Weise. Die Oberfläche des Bildes wirkt fast wie eine gealterte Patina, was die Verbindung zur Vergänglichkeit und Erinnerung verstärkt.

Retrospektiver Ausdruck, Wirkung, Verwendung

Das Bild fängt dezent eine stille, feminine Eleganz und Melancholie ein, die sich sowohl in der Mimik, als auch in der Farbwahl und der subtilen Ausdruckskraft zeigt. Es kein dominantes Werk, sondern eines, das sich harmonisch und unauffällig in Wohnräume einfügt. Durch seine sanfte, beruhigende Wirkung eignet es sich besonders für das Schlafzimmer oder als stilvoller Akzent im Wohnzimmer. Zur inneren Ruhe trägt auch die fast minimalistische Schlichtheit der Komposition und der Gesichtszüge bei. Symbolisch ist es ist eine Hommage an die Weiblichkeit, an vergangene Emotionen und die Schönheit der Erinnerung. Mit seinem nostalgischen, retrospektiven Ausdruck ist es auch ein ideales persönliches Geschenk für eine Frau, sei es als Zeichen der Wertschätzung oder als Erinnerung an besondere Momente.

Werkdaten

Kunstwerk:Madame Bovary
Nummer:61
Künstler:Ulrich Perret
Motiv:Frauenbild, weibliches Portrait, Retrobild, Nostalgiebild
Stil:Impressionismus, Symbolismus, Romantik
Motivfarbe:Strukturiertes dunkles Rot-Braun
Hintergrundfarbe:Strukturiertes blau, gelblich und rötlich
Maltechnik:Technik gelenkter Farbverläufe, Näheres: Maltechnik
Malfarben:Acrylfarben, Oxydkonzentrate
Aufbau:Platte einseitig bemalt
Material:4 mm Holzplatte
Rahmen:Holzrahmen auf der Rückseite
Format:fast quadratisches Format, Größe 45 x 53 cm
Jahr:2004
Art:Original handgemalt
Zertifikat: Signiertes Unikat mit Echtheitszertifikat
Unikat Preis:900 €
Druck Preis:Druckkosten auf Anfrage, je nach Größe und Material wie Leinwand oder Alu Dibond

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Madame Bovary
Madame Bovary Nr. 61 Größe 45 x 53 cm

Story / Poem

Stiller Wind der Wehmut

Mit Trotz und Nachlust lebt sie noch einmal nach die frivole Liebesfahrt durch die Gassen von Rouen:

So wie damals in zugehängter Kutsche, fast wie betäubt vom tiefen Wind der Wehmut.