Das Date
Beschreibung des Kunstwerks
Die elegant stilisierte Szene des Kunstbildes zeigt ein Date, vermittelt von einer digitalen Partneragentur. Das modern-pittoreske Bild ist ironisch und teilnehmend zugleich und darin ein inspirierendes Beispiel zeitgenössischer Kunst. Es ist eine faszinierende Kombination aus einem Gemälde und einer dazugehörigen Geschichte. Diese bereichert das visuelle Erlebnis mit einer erzählenden Dimension und Individualität, vermag aber auch als bedeutungsfreies Deko-Bild zu überzeugen.
Durch die moderne, coole Stilisierung des gleichwohl figurativen Kunstbildes paßt es in Umgebungen gegensätzlicher Art. Es eignet sich hervorragend als dekoratives Element zum Aufhängen in einem modern eingerichtetem Wohnzimmer oder Flur. Als Wandbild ist es nicht nur optisch ansprechend, sondern birgt auch eine erzählende und deutende Dimension, die ihm nicht aufgesetzt ist. Es wäre eine interessante Geschenkidee für einen Kunstliebhaber, der einen reflektierten Ansatz schätzt, doch auch den Witz erkennt und mag. Und es wäre ein persönliches Geschenk, das verbindet, für den Partner.
Der verschwiegene Algorithmus
Das Gedicht hinter dem Kunstbild könnte als Kommentar zur modernen Gesellschaft und ihrer digital unterstützten Paarbildung gelesen werden. Computer beschleunigen so manches und erleichtern es. Wen man ein Fahrrad sucht, gibt man ein paar gewünschte Merkmale ein: wie alt, wie groß, welche Schaltung, welcher Preis. Unter den Angeboten wählt man dann eines - oder keines - aus.
Bei der Partnersuche ist es ähnlich. Man wählt aus, zwar nicht gleich zum kaufen, sondern erstmal für ein Date. Doch daß ein Algorithmus zwei zusammenführte, wird begleitet von einem leicht bedauernden Gefühl. Mit etwas Scham wird es auch meist verschwiegen. Denn das Sichfinden zweier, die dann zusammen bleiben, wird als Sakrament und Werk des „Schicksals“ zwar nicht mehr direkt geglaubt, aber doch ähnlich noch empfunden. Als etwas höherwertiges jedenfalls als das Ergebnis einer statistischen Formel. So wird das Date als modernes, nur halb akzeptiertes Ritual beschrieben, komisch und ironisch zwar, doch auch wohlwollend in der Art wie Spitzweg seine Umwelt sah.
Hoch wie Giacomettis Figuren
Seit Kunst die Aufgabe des Abbildens an die Fotografie verloren hat, versucht sie es mit allerlei Arten der Abweichung vom realen Abbild, den Stilisierungen. Zum Beispiel verschlankt man die Figuren wie Giaccometti oder man verplumpt sie wie Botero. Hier geschah ersteres, obwohl - das sei in aller Bescheidenheit gesagt - der Maler auch des Verplumpens durchaus mächtig wäre. Dies allein schon deshalb, weil er durch Übergewicht sich selbst einer gewissen Plumpheit rühmen darf. Das nur am Rande zur Beheiterung des Lesers. Jedenfalls erscheinen die Figuren dadurch eher als Rollenträger ohne jedoch wie Piktogramme ihre Individualität, Wärme und leichte Ironie ganz einzubüßen.
Struktur des Gemäldes
Das Thema war hier ein gezeichnetes Vorab-Sujet. Es wurde eine feinkörnige Textur erzeugt mit einem sanften Übergang vom Beige des Bodens bis zum leichten Blau des Himmels. Das erinnert an Hintergründe digitaler Entwürfe, etwa in der Architektur und soll dies auch. Darin wurden die Figuren mit der gleichen Technik und damit strukturerhaltend eingefügt. Doch zeigt die Stilisierung auch der Figuren selbst, vor allem die des Mannes, eine Art „digitale“ Anmutung, gezielt etwas abseits der Natürlichkeit. So leben die zwei Figuren im Ausdruck teils in der digitalen und teils in der realen Welt. Das Lachen der Frau und das Versteckspiel mit der Rose sind Zeichen eines milden Zusammenspiels beider Welten. Der Einsatz von Seidenfarben beim Finish verstärkt die Konturen sowie die Leichtigkeit und Eleganz. So entstand ein stylisches Exempel für die abstrahierende Kunst der Gegenwart. Mehr zur Maltechnik
Werkdaten
| Kunstwerk: | Das Date |
|---|---|
| Nummer: | 167 |
| Künstler: | Ulrich Perret |
| Motiv: | Portrait zweier Personen beim Date |
| Stil: | Impressionismus, Symbolismus, Szenenbild, moderne Kunst |
| Motivfarbe: | rötlich-grau, Erdfarben |
| Hintergrundfarbe: | blau-beige mit Textur |
| Maltechnik: | Technik gelenkter Farbverläufe, Näheres: Maltechnik |
| Malfarben: | Oxydkonzentrate und diverse Pigmente |
| Aufbau: | Platte einseitig bemalt |
| Material: | 4 mm Holzplatte |
| Rahmen: | rückseitiger Holzrahmen |
| Format: | schmal und hoch, Hochformat, Größe 48 x 109 cm |
| Jahr: | 2019 |
| Art: | Original handgemalt |
| Zertifikat: | Signiertes Unikat mit Echtheitszertifikat |
| Unikat Preis: | 2.200 € |
| Druck Preis: | Druckkosten auf Anfrage, je nach Größe und Material wie Leinwand oder Alu Dibond |
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Story / Poem
Ulrich PerretDie Rose für das erste Date
Sie kam in jenem langen Kleid, das als Erkennungszeichen sie gemailt und meint, sie hätt schon irgendwo ihn mal gesehn. Auch er sagt irgendeinen Spruch, steckt ihr die Rose an das Kleid.
Daß ein Algorithmus sie zusammenführte, verschattet etwas das Gefühl. Oh, wär es doch ein echter Zufall oder wie vor langer Zeit der Tanztee um halb fünf!