Pate, Tod und Stöpsel

Der Titel, er ist frei nach Dürers "Ritter, Tod und Teufel", das nur vorweg. Hier aber geht es um des Paten Witwe, die sich ängstigt, vor einem dünnen Fremden, der am Grab des Paten herumzuschleichen pflegt. Auf dem Grabstein gemeißelt prangt ein großer Stöpsel. Denn solche hat der Pate als Drohung oft verschickt: den Mund sich zuzustöpseln, zu schweigen also bei Gericht.

Doch eines Abends, da kamen welche, die ihm mit seinem eignen Pfropf verstöpselt Nas und Mund, daß er nicht atmen kunnt. Der Witwe dünkte, der Fremde hätt damit zu tun. Doch kennt ihn keiner oder wüßte, was er führt im Schild.

Bild

Das kleine Bild hat eine echte Story, witzig von ironisch düstrer Art, aufgehellt durch ihre Komik. So ist auch das Gemaelde: Düsternis unter kalabrischer Sonne Mißtrauen und Heimlichkeit als allumfassendes Empfinden. Doch das Gemälde scheint all das nicht allzu ernst zu nehmen. Es ist schöne, expressive Kunst.­

Pate, Tod und Stöpsel
Nr. 2 Größe 35 x 52 cm
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